
Die Weiße Rose
Es herrschte eine totalitäre Diktatur, in der jede Opposition unterdrückt wurde. Ihre Antwort war diskret, aber radikal: gewaltloser Widerstand. Sie verfassten und verteilten Flugblätter, in denen sie die Verbrechen des Regimes anprangerten und zu Weitsicht und individueller Verantwortung aufriefen. Sie waren überzeugt, dass der eigentliche Kampf in erster Linie im Gewissen der Menschen ausgetragen wurde.
Zwischen 1942 und Anfang 1943 verteilten sie trotz der ständigen Gefahr Tausende von Flugblättern in ganz Deutschland.
Am 18. Februar 1943 wurden Sophie und Hans an der Universität München beim Verteilen ihrer Flugblätter erwischt und verhaftet.
Vier Tage später, am 22. Februar 1943, wurden sie nach einem Schnellverfahren hingerichtet.
In den folgenden Wochen und Monaten wurden die anderen Mitglieder der Weißen Rose nacheinander verhaftet. Die Gruppe wurde aufgelöst. Kurzfristig scheiterten ihre Bemühungen: Das Regime blieb standhaft.
Doch ihre Schriften sind erhalten geblieben. Im Ausland angekommen, überschreiten sie die Grenzen Nazideutschlands. Mit der Zeit erweitert sich ihr Engagement: Es entwickelt sich zu einem entschiedenen Widerstand, der auf Gewissen und der Weigerung, zu schweigen, beruht.


Die Weiße Rose: Widerstand ohne Gewalt
Die Weiße Rose war eine Widerstandsgruppe gegen Adolf Hitler in München. Hans Scholl, einer der Gründer, organisierte Aktionen und verteilte Flugblätter. Seine Schwester Sophie Scholl beteiligte sich aktiv an der Verteilung und wurde zu einem Symbol des Mutes. Christoph Probst war am Verfassen der Texte beteiligt, während Alexander Schmorell die Gruppe mitbegründete und ebenfalls an den Texten mitwirkte. Schließlich lieferte der Professor Kurt Huber philosophische Anregungen und verfasste einige der Flugblätter.
Wir stellen die Mitglieder von The White Rose vor.










Kurt Huber
Alexander Schmorell
Hans Scholl
Christoph Probst
Sophie Scholl
Deutscher Widerstand gegen Hitler
Während des Zweiten Weltkriegs leisteten einige Deutsche trotz brutaler Repression Widerstand gegen Adolf Hitlers Regime.
Studenten wie Hans und Sophie Scholl (von der Weißen Rose) verteilten Flugblätter gegen den Nationalsozialismus und wurden dafür hingerichtet. Militärangehörige wie Claus von Stauffenberg versuchten, Hitler zu stürzen. Auch andere Netzwerke wie die Rote Kapelle und religiöse Widerstandskämpfer wie Dietrich Bonhoeffer stellten sich gegen das Regime.
Es wurden mehrere Attentate verübt. 1939 verfehlte Georg Elser Hitler nur knapp mit einer Bombe. 1943 scheiterten auch Offiziere wie Henning von Tresckow. Das bekannteste Attentat bleibt das vom 20. Juli 1944: Claus von Stauffenberg platzierte eine Bombe, doch Hitler überlebte.
Trotz ihres Mutes gelang es diesen Widerstandskämpfern nicht, das Regime zu stürzen, aber sie zeigten, dass es in Deutschland Widerstand gegen den Nationalsozialismus gab.


